Wintercheck
Sicher durch den Winter - so geht`s!
Gefahr Winter
Braucht man überhaupt Winterreifen im Zeitalter von ABS und ESP?
Nach Informationen des Deutschen Verkehrssicherheitsrat (DVR) werden nur 43 Prozent aller Fahrzeuge im Herbst umgerüstet. Sparen die anderen 57 Prozent am falschen Ende???
Worauf sollte man also achten?
Nur in wenigen Gegenden Deutschlands gibt es sehr strenge Fröste und "Polarnächte", aber nachts sinkt die Temperatur stark ab.
Nachstehend findet Ihr einige Tipps damit Ihr so sicher wie möglich mit Eurem Fahrzeug durch den Winter kommt.
Wer sich und sein Fahrzeug richtig auf den Winter einstellt, trägt maßgeblich zur Verkehrssicherheit bei, hilft der Umwelt und erhält den Wert seines Fahrzeuges.
Der Fahrzeug-Check :
Winterreifen frühzeitig aufziehen. Wenn der Schnee überraschenderweise einsetzt, kann es schon zu spät sein.
Zündanlage checken lassen und veraltete Kerzen erneuern.
Bei älteren Batterien den Flüssigkeitsstand überprüfen und, wenn nötig, destilliertes Wasser nachfüllen.
Ölstand nachprüfen und bei Bedarf nachfüllen.
Wischerblätter inspizieren. Angefranste Wischergummis verursachen Streifen und Schmierenbildung auf der Scheibe und beeinträchtigen die Sicht erheblich. Schlechte Wischerblätter auswechseln.
Frostschutzmittel in Kühlwasser und Scheibenwaschanlage geben.
Scheibenwischanlage sofort betätigen, damit der Frostschutz in sämtliche Leitungen, Düsen und Pumpen gelangt.
Lichtanlage überprüfen und Scheinwerfer einstellen lassen.
Gummidichtungen mit Talkum, Glyzerin oder Vaselin einreiben. So sind die Dichtungen geschmeidiger und es wird verhindert, dass bei Frost Türen und Kofferraumdeckel festkleben.
Winterzubehör ins Fahrzeug legen:
Dazu gehört unter anderem ein Anti-Beschlagtuch, Eiskratzer, Starthilfekabel, Abschleppseil, Handfeger, Handschuhe und je nach dem, wohin die Reise geht, eventuell auch Schneeketten.
Für längere Fahrten sollten auch eine Decke, warme Kleidung und heiße Getränke an Bord sein.
Das Eisspray ein zweiter Eiskratzer und der Türschlossenteiser gehören allerdings in die Jackentasche und nicht ins Auto. Sollten die Türen nämlich mal zugefroren sein, helfen Euch die Sachen im Auto wenig!
Die Fahrweise ist entscheidend!
Auf keinen Fall das Fahrzeug warmlaufen lassen. Das schadet vor allem der Umwelt und auch dem Motor. Der Motor kommt am besten auf Betriebstemperatur, wenn er nach dem Start im mittleren Drehzahlbereich gefahren wird.
Alle Scheiben, auch die Scheinwerfer, immer und ganz von Schnee und Eis säubern. Denn vor allem im Winter zählt die Devise "sehen und gesehen werden".
Vorausschauend fahren!
Schattige Waldstücke, Brücken oder Straßen, die an Flüssen liegen, sind besonders glatteisgefährdet.
Unbedingt Abstand halten! Bei glatter Fahrbahn vergrößert sich der Bremsweg erheblich (auch mit ABS).
Gefühlvoll bremsen und lenken! Alle Pedale so behandeln, als ob rohe Eier darauf lägen.
Bei abrupten Bremsmanövern kann ein Unter- oder Übersteuern verursacht werden und man verliert die Kontrolle über den Wagen. Durch rechtzeitiges Herunterschalten zusätzlich bremsen!
Wenn der Wagen aber dennoch einmal ins Schlittern kommt, nicht in Panik verfallen. Hektische Reaktionen vermeiden, auskuppeln und das Fahrzeug gleichmäßig rollen lassen. Lenkrad festhalten, aber nicht umklammern.
Sich nicht blind auf die Technik und die elektronischen Helfer wie ABS-ESP usw.verlassen!
Sie erhöhen zwar maßgeblich die Fahrsicherheit, sind aber kein Freibrief für einen riskanten Fahrstil.
Auch die ausgefeilteste Elektronik kann die physikalischen Gesetze nicht außer Kraft setzen.
Bei Fahrzeugen ohne ABS nie gleichzeitig lenken und bremsen!
Beim Bremsen auf glatter Fahrbahn geht die Lenkwirkung verloren und trotz eingeschlagener Räder schiebt das Fahrzeug weiter geradeaus.
Streusalz kann den Bremsen schaden. Bei längeren Fahrten auf salznassen Straßen von Zeit zu Zeit vorsichtig Probebremsen, um die entstandene Salzkruste abzuschleifen.
Wir wünschen allzeit "Gute Fahrt".

