Unfallursachen

Warum wird eigentlich so gerast??

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Zählst Du dich auch zu den Fahrern, die schnell fahren, weil es einfach Spaß macht? Die Kehrseite dieses "Spaßes" liefert die Unfallstatistik: 18 Tote und 300 zum Teil Schwerverletzte, das war die traurige Bilanz im Jahr 2009 für den Kreis Gütersloh. Viele junge Fahrer meinen, Spaß am Schnellfahren zu haben oder sich Zeit zu ersparen und gehen dafür ein hohes Sicherheitsrisiko ein. Ein unlogisches Verhalten. Schnellfahren ist also nur eine Einstellungssache. Viele wissen aufgrund fehlender Fahrerfahrung zu wenig über die Wahl der richtigen und situationsangemessenen Geschwindigkeit und überschätzen sich. Gebote und Verbote werden häufig nur noch dann beachtet, wenn sie keine persönlichen Nachteile mit sich bringen oder wenn das Entdeckungsrisiko sehr hoch ist.

Schnellfahren ist gefährlich!!

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28 Meter vor dem Fahrzeug springt plötzlich ein Kind auf die trockene Fahrbahn. Bei einer Fahrzeug-(Ausgangs-) Geschwindigkeit von 50 km/h kann der Fahrer sein Fahrzeug noch rechtzeitig abbremsen, und das Kind wird nicht erfasst.

Beträgt dagegen die Geschwindigkeit 70 km/h, wird das Kind mit etwa 58 km/h getroffen.
Bereits bei einer Aufprall- (Kollisions-) Geschwindigkeit ab 38 km/h treten nach Feststellungen der Landesverkehrswacht Nordrhein-Westfalen absolut tödliche Verletzungen auf.
Schnellfahren ist also eine reine Einstellungssache und deshalb gibt es auch kein sogenantes "Raserhormon"!
Der Mensch kann zwar mit Hilfe der Technik 130, 150, 200 km/h erreichen, diese Situationen aber nicht entsprechend verarbeiten, da er eigentlich nur für 15 km/h "gebaut" ist.
Vor allem je komfortabler Fahrzeuge konstruiert und hergestellt werden, d. h. je weniger Geschwindigkeitseinflüsse oder Motorgeräusche den Fahrzeuglenker erreichen, desto eher wiegt er sich in Sicherheit.
Die Geborgenheit der Miniwelt im Fahrzeuginneren wird reflexionslos in die Welt nach außen transportiert, wo es aber nicht so reibungslos zugeht.

Wir gelangen zur zweiten These: Der Mensch hat kein geeignetes Sinnesorgan, um das Gefahrenpotential von hohen Geschwindigkeiten wahrzunehmen. Rasen ist demnach eine psychische Angelegenheit, der nur durch entsprechende Einstellung und Verantwortungsbereitschaft beizukommen ist. Mensch, Denk doch mal nach!!